Firmenprofil der Auto Union AG

Hersteller

Auto Union AG


Firmendetails

Beschreibung

Im Juni 1932 schlossen sich auf Anordnung der Sächsischen Staatsbank die Firmen DKW (Zschopau), Horchwerke AG und Audiwerke AG (beide Zwickau) sowie die Automobilabteilung der Wanderer AG (Chemnitz) zur Auto Union AG zusammen. Das Firmenzeichen waren vier verschlungene Ringe – heute als Logo von Audi bekannt. Der Hauptsitz des ersten deutschen staatlichen Automobilkonzerns wurde 1936 von Zschopau nach Chemnitz verlagert. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Auto Union nach Opel der zweitgrößte deutsche Automobilhersteller. 1934 bis 1937 leitete Ferdinand Porsche im Zwickauer Horch-Werk die Entwicklung der Auto-Union-Rennabteilung und die Rennwagen von Auto Union konkurrierten erfolgreich mit den „Silberpfeilen“ von Mercedes. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Auto Union ein Rüstungskonzern. Nach dem Ende des Krieges folgte daher die Enteignung. Die Auto Union kam unter treuhänderische Verwaltung und wurde im Juli 1946 in Chemnitz in die „Industrieverwaltung 19 – Fahrzeugbau“ überführt, aus der der Industrieverband Fahrzeugbau (IFA) hervorging, in dem alle Fahrzughersteller der DDR zusammengefasst wurden.   

Autor: Gisela Strobel/ Y. Stegemann

Arbeitsgruppen

Kraftfahrzeugtechnik

Zeitgeschehen

Gründung der Auto Union AG in Chemnitz

Auf Initiative der Sächsischen Staatsbank schlossen sich 1932 die sich aufgrund der Weltwirtschaftskrise in finanziellen Schwierigkeiten befindenden Audiwerke, Horchwerke und die Zschopauer Motorenwerke (DKW) zur Auto Union AG zusammen. Gleichzeitig wurde mit den Wanderer Werken ein Kauf- und Pachtvertrag zur Übernahme der Wanderer Automobilabteilung abgeschlossen. Sitz des neuen Konzerns wurde Chemnitz. Die Auto Union AG war mit ihrer Gründung der zweitgrößte Kraftfahrzeugkonzern in Deutschland. Das Firmensignet zeigte vier ineinander verschlungene Ringe, die für die unauflösbare Einheit der vier Gründerfirmen stehen. Die Markenbezeichnungen Audi, DKW, Horch und Wanderer wurden beibehalten. Jeder der vier Marken wurde innerhalb des Konzerns ein bestimmtes Marktsegment zugeordnet: DKW (Motorräder und Kleinwagen), Wanderer (Automobile der Mittel-klasse), Audi (Automobile im gehobenen Mittelklassesegment) und Horch (Luxusautomobile der Oberklasse).