Firmenprofil der C. G. Haubold jr. GmbH und AG; Gießerei

Hersteller

C. G. Haubold jr. GmbH und AG; Gießerei


Firmendetails

Beschreibung

Eisengießerei

Carl Gottfried Haubold (1792 - 1862), ein Vetter von Carl Gottlieb Haubold (1783 - 1856), gründete 1837 den Maschinenbaubetrieb C. G. Haubold jr. im Areal der heutigen Ermafa-Passage. Der spätere Namen "ERMAFA" ("Erste Maschinenfabrik") leitet sich aus dieser Firmengründung ab. Merkmal seines Betriebes war, dass er den Übergang von der handwerklichen Fertigung der einzelnen Maschine in einer Werkstatt zur arbeitsteiligen Herstellung in speziellen Fertigungsabteilungen organisierte. Carl Gottfried Haubold wird deshalb auch als geistiger "Vater" des Maschinenbaus angesehen.

1882  wurde die Gießerei Müller & Neuhaus erworben, die das Unternehmen dann 1887 durch eine eigene Gießerei im Gelände an der Reichsstraße ersetzte.

Das im Bild gezeigte Gelände kann auf den Zeitraum um 1910 datiert werden.

Die C.Gottfried Haubold GmbH jr. baute  Maschinen zur Papierherstellung und -veredlung, Maschinen zur Textilveredlung sowie Druckmaschinen. Das Unternehmen verwendete zunehmend Maschinen und Maschinengussteile aus eigener Fabrikation.

Die Geschäftsführung entschied sich 1913 für einen Gießereineubau mit einer Halle von ca. 8000 m2 im Stadtteil Chemnitz-Borna. Drei Krigarkupolöfen bildeten das Herzstück des Schmelzbetriebs. Ein Kupolofen aus der Gründungszeit von 1913/14 blieb bis heute als technisches Denkmal erhalten.

1917 erfolgte eine Umwandlung der GmbH in eine AG, die bis zur Enteignung 1946 die Geschäfte führte. Danach begann die Produktion unter dem Namen "Erste Chemnitzer Maschinenfabrik" .

Autor: G.Schaefer

Arbeitsgruppen

Gießereiwesen