Firmenprofil der Deutsche Post (DDR)

Dienstleistungsanbieter

Deutsche Post (DDR)

*1949

Firmendetails

Beschreibung

Die fachliche und organisatorische Führung der "Deutschen Post" auf dem Territorium der sowjetischen Besatzungzone wurde ab 1947 von der "Hauptverwaltung Post- und Fernmeldewesen " wahrgenommen.

1949 mit Gründung der DDR wurde die Deutsche Post eine eigenständige Institution.  Alle Post-, Fernmelde- und Rundfunkeinrichtungen der ehemaligen Reichspost im Staatsgebiet der DDR gingen auf die Deutsche Post über.

In der Folgezeit wurde das Fernsprechamt zum Fernmeldeamt Chemnitz, später Fernmeldeamt Karl-Marx-Stadt umbenannt. Gleichzeitig wurde das Telegraphenbauamt zum Fernmeldebauamt.

Die Deutsche Post der DDR bestand bis 1990. Infolge der Wiedervereinigung ging die Deutsche Post in die Deutsche Bundespost über.


Zeitgeschehen

Erste Digitale Telefon-Vermittlungsstelle

1989 wurde mit Planung und Bau einer OZ 100 für 400 Anschlüsse in einer speziell dafür umgebauten Wohneinheit im Ortsteil  Helbersdorf  begonnen. Die Montage und Fertigstellung durch  R-F-T  erfolgte noch 1990. Zu einer Inbetriebnahme bzw. Beschaltung mit Teilnehmern kam es in Chemnitz nicht mehr. Aufgrund der politischen Wende und der darauffolgenden Übernahme der Fernmeldeinfrastruktur durch die Deutsche Bundespost -Telekom- gab es neue technische Alternativen.

Im Ortsnetz Dresden wurde die OZ-100 Technik noch 1989 in den Wirkbetrieb übernommen und noch einige Zeit betrieben.

Telefonieren über Glas

1987 wurde erstmals in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) ein Glasfaserkabel zwischen der Fernvermittlungsstelle, Liselotte-Herrmann-Str. und der Ortsvermittlungsstelle Karl-Marx-Stadt 5, Dittesstraße, in Betrieb genommen. Dabei wurden PCM 120-Übertragungssysteme eingesetzt, d.h.120 Telefonkanäle auf zwei Glasfasern. Die Telefonanschlüsse, die an dieser Ortsvermittlungsstelle angeschlossen waren, telefonierten somit bereits ab 1987 über „Glas“ im Selbstwählferndienst.

Neubau Hauptvermittlungsstelle Karl-Marx-Stadt

Der Neubau des Fernmeldegebäudes in der Liselotte-Herrmann-Straße und der Aufbau des Fernvermittlungssystems  ARM 20 hatte für den Selbstwählferndienst des ganzen Bezirks Karl-Marx-Stadt sowie landesweit eine herausragende Bedeutung.

Neue Telefon-Vermittlungsstellen mit Koordinatenschaltertechnik

Der Bau dieser Ortsvermittlungsstellen waren die letzten großen Erweiterungsinvestitionen, die sich auf die Zahl der Telefonanschlüsse in Karl-Marx-Stadt spürbar auswirkte. Dabei kam die neue Koordinatenschaltertechnik zum Einsatz, welche die herkömmliche Hebdrehwählertechnik zukünftig ersetzen sollte.


Digitalisierung - erste schritte

In dem Pilotversuch kam das  R-F-T - System  PCM 30/32 zum Einsatz.  Mit der Technik der Puls-Code-Modulation (PCM) werden gleichzeitig 30 Fernsprechkanäle / Datenkanäle über eine Kupfer-4-Draht-Leitung übertragen.

Ab 1973 wird die PCM-Übertragungstechnik im öffentlichen Telefonnetz der Deutschen Post (DDR) im dauerhaften Wirkbetrieb zwischen Zwickau und Werdau eingesetzt.

Zum Vergleich: in der alten Bundesrepublik erfolgte der erste Einsatz der PCM-Technik im Jahr 1972 (Stuttgart).

Anzahl der Telefonanschlüsse - Vorkriegszustand erreicht

Durch Neubau (1953) der Vermittlungsstelle Süd (Dittesstraße), die 1946 als Reparationsleistung demontiert wurde und den Neubau (1967) der Vermittlungsstelle Mitte (Zentralhaltestelle), die 1945 durch Luftangriffe zerstört wurde, ist die Anzahl der Telefonanschlüsse des Vorkriegszustandes in etwa wieder erreicht.

Erster Selbstwähl-Ferndienst

Bisher mußten alle Verbindungen zwischen verschiedenen Ortsnetzen über das Fernamt handvermittelt werden. Durch den Selbstwählferndienst kann der Fernsprechteilnehmer mittels Wählscheibe selbst ein "Ferngespräch" herstellen.

Weltweit erstmals wurde 1923 der Selbswählferndienst von der Deutschen Reichspost in Weilheim (Oberbayern) eingeführt.

Deutsche Post (DDR)

Von 1945 bis 1949 stand das Post- und Fernmeldewesen in Deutschland formell unter Kontrolle der Besatzungsmächte.

1949 mit Gründung der DDR wird die Deutsche Post formell eine eigenständige Institution. Alle Post-, Fernmelde- und Rundfunk- Einrichtungen der ehemaligen Reichspost im Staatsgebiet der DDR gehen auf die Deutsche Post über.

In der Folgezeit wird das Fernsprechamt Chemnitz wird zum "Fernmeldeamt" .Das Telegrafenbauamt wird zum "Fernmeldebauamt".


 

Arbeitsgruppen

Telekommunikation