Firmenprofil der Deutsche Reichspost / Kaiserliche Post- und Telegrafenverwaltung

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Deutsche Reichspost / Kaiserliche Post- und Telegrafenverwaltung

*1871

Firmendetails

Beschreibung

Die politischen Änderungen, die sich mit dem Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 bis zur Gründung des Kaiserreiches 1871 vollzogen, führte dazu, dass das Königreich Sachsen seine Hoheit über das Post- und Telegrafenwesen abgab. Post und Telegrafie kamen vorerst unter preußische Verwaltung und wurden dann als Institutionen des "Norddeutschen Bundes" (1868 - 1871) betrieben. Die Telegrafenstelle in der Post Chemnitz bestand bis 1871 als  "Telegrafenanstalt des Norddeutschen Bundes"

Mit Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 wird das Post- und Telegrafenwesen in Deutschland (außer Bayern und Baden-Württemberg) unter die Verwaltung der Reichspost als Institution des deutschen Kaiserreichs gestellt.
Das Postamt Chemnitz wird zum „Kaiserlichen Postamt“. Die Telegrafenstation wird zur „Kaiserlichen Telegraphenstation 1.Klasse“ , später zum „Kaiserlichen Telegrafenamt“ erhoben.

Der Generalpostdirektor des Deutschen Reiches Heinrich von Stephan  (1831–1897) war für seine Zeit eine herausragende und bemerkungswerte Persönlichkeit. Sein Organisationstalent, sein Weitblick nicht zuletzt seine fachlichen Kompetenzen prägten für viele Jahre das Post- und Telegrafenwesen in Deutschland. Stephan erweiterte das staatliche Postmonopol auch für das Telefonwesen aus, bei gleichzeitiger Verantwortung des Staates für die „Flächendeckende Versorgung“ mit Post- und Fernmeldedienstleistungen.
Stephan gilt als Gründer des Weltpostvereins und strebte auch die Gründung eines Welttelegraphen-Vereins an.

Der Begriff der "Kaiserlichen" Post- und Telegraphenverwaltung bestand bis 1919. Die Reichspost bestand bis 1945.

* Der Stephansplatz in Chemnitz wurde nach Heinrich v. Stephan benannt.

Autor: Volkmar Schweizer



Zeitgeschehen

Die Anzahl der Telefonanschlüsse steigt enorm

Die Kapazität der bestehenden Handvermittlungsstellen muß ständig erhöht werden.  Ferngespräche (nach Dresden, Leipzig, Berlin u.a.) werden möglich und machen das Telefon zum unentbehrlichen Helfer im Geschäftsleben.

Hughes-Telegraph in Chemnitz

Der Papierstreifen mit Text wird dann in das Telegrammformular eingeklebt und zur Zustellung gebracht.

Hughes-Apparate wurden im Telegrafenamt Chemnitz, neben den Morseapparaten, bis in die 1930er Jahre betrieben.

Das erste Telefon in Chemnitz

Das Vermittlungsamt wurde im Postamt Chemnitz in Betrieb aufgebaut.

Es bestand aus zwei Klappenschränken mit je 50 Anschlüssen von Siemens & Halske, Berlin . Bei Inbetriebnahme vorerst mit 68 Teilnehmern beschaltet. Zu den ersten Fernsprechteilnehmern gehörten z.B. die Maschinenfabrik R.Hartmann, die Webstuhlfabrik Schönherr, die Maschinenfabrik Germania u.v.a.

Der Telefonverkehr ist vorerst nur innerhalb der Stadtgrenzen von Chemnitz möglich.


Kaiserliche Post-und Telegraphenverwaltung in Sachsen

Mit Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1971 ging die Post- und Telegrafenverwaltung auf das Kaiserreich über. Chemnitz bekam eine "Telegrafenstation 1.Klasse". Diese wurde im Jahr 1876 zum "Kaiserlichen Telegraphen-Amt Chemnitz" erhoben.

Arbeitsgruppen

Telekommunikation