Firmenprofil der Deutsche Reichspost

Dienstleistungsanbieter

Deutsche Reichspost

*1919

Firmendetails

Beschreibung

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges bestand die  Deutsche Reichspost  ohne das Prädikat "Kaiserlich" weiter . 

"Kaiserliches Postamt" und "Kaiserliches Telegraphenamt" Chemnitz wurden zum Postamt bzw. Telegraphenamt der Deutschen Reichspost.

Das Telegraphenamt wurde 1938 zum Fernsprechamt umbenannt. Die Umbenennung war eine Folge der zunehmenden Bedeutung der Fernsprechwesen gegenüber der Telegrafie. Ab 1930 war das neue Gebäude in der Oberen Aktienstraße (jetzt Minna - Simon Str.) Sitz des Telegraphenamtes/Fernsprechamtes Chemnitz.

Die Deutsche Reichspost bestand bis 1945.


Zeitgeschehen

Erste Telex-Vermittlungsstelle in Chemnitz

1943 wurde im Fernsprechamt Chemnitz, Obere Aktienstraße eine Telex-Vermittlungsstelle aufgebaut, die über Selbstwahl die Verbindungen zwischen angeschlossenen Fernschreibern (innerhalb Deutschlands) mittels Wählscheibe ermöglichte. Zum Einsatz kam das System TW39 (TW=Teilnehmerwahl).

Nach Demontage der Vermittlungsstelle als Reparationsleistung an die Sowjetunion wurde ab 1946 wieder „handvermittelt“.

1956 wurde eine neue Telex-Vermittlungsstelle (System TW 55) im Fernmeldeamt in Betrieb genommen.
Fernschreib-Teilnehmer können Verbindungen nun wieder selbst über Wählscheibe aufbauen. Vorerst landesweit - später international.

 


Neues Telegraphenamt Chemnitz

In dem Neubau wurde neben der Verwaltung des Telegraphenamtes auch das neue Fernamt, das Verstärkeramt, später auch das Telex-Amt untergebracht.

Der erste Fernschreiber

Versuchsweise Telegrammübermittlung zwischen den Telegrafenämtern Berlin und Chemnitz mit dem "Morkrum Kleinschmidt-Teletype 14" (US-Patent), dem Vorläufer des späteren Fernschreibers, der von der C.Lorenz AG in Lizenz gebaut wurde.

Ab 1929 wird der Fernschreiber deutschlandweit von der Reichspost für die Telegrammübermittlung eingeführt. Im Telegraphenamt Chemnitz wird schrittweise begonnen Morsetelegrafen (Morseschreiber, Morsesummer, Morseklopfer) sowie die Hughes-Telegrafen durch Fernschreiber zu ersetzen.

Ab 1930 wurden Fernschreiber für die öffentliche Nutzung freigegeben. Die Wanderer-Werke in Chemnitz-Schönu wurden 1930 als erste "Chemnitzer" mit einem Fernschreiber an das öffentliche, vorerst noch handvermittelte, Fernschreibnetz der Reichspost angeschlossen. Der 1930, zunächst versuchsweise, begonnene Aufbau eines handvermittelten Fernschreibnetzes war der Vorläufer des ab 1933 aufgebauten automatischen Telex-Netzes.

 

Wähltelefon in Chemnitz

Im Gebäudekomplex der Oberpostdirektion am Stephanplatz/Reichsstraße wird das erste Wählvermittlungsamt mit dem Vermittlungssystem 22 in Chemnitz in Betrieb genommen.

Schrittweise werden alle Anschlüsse der Stadt auf Wählscheiben-Telefone umgestellt.

1931 wurde der letzte noch "handvermittelte" Anschlussbereich Chemnitz-Mitte auf Wählbetrieb umgestellt. Dabei kam das damals modernste Vermittlungssystem 29 zum Einsatz.

Das "Fräulein vom Amt" war ab diesem Zeitpunkt nur noch für die Herstellung und Vermittlung von Ferngesprächen zuständig

Erste Elektroautos bei der Reichspost in Chemnitz

Die Paketzustellung mit Elektroautos gab es in Chemnitz/Karl-Marx-Stadt mindestens seit 1924, evtl. schon früher. Im Jahr 1964 wurde das letzte E-Auto der Deutschen Post in Karl-Marx-Stadt außer Dienst gestellt. Das Fahrzeug in der Abbildung war von 1924 bis 1964 bei der Post in Chemnitz/ Karl-Marx-Stadt im Dienstbetrieb.

Hersteller der Fahrzeuge u.a.: Bergmann-Borsig, Berlin.   Hansa-Lloyd, Bremen

Arbeitsgruppen

Telekommunikation