Firmenprofil der Fa. Julius Eduard Reinecker

Hersteller

Fa. Julius Eduard Reinecker

2500

Firmendetails

Beschreibung

Julius Eduard Reinecker gründete 1859 eine Werkzeugschmiede die ständig vergrößert wird. Ab 1872 verlegt er sein Unternehmen mit 25 Arbeitern nach Chemnitz in die Augustusburger Straße 25. Reinecker firmiert noch unter der Bezeichnung "Werkzeugfabrikationsgeschäft". Es wurden Werkzeuge für die Metallbearbeitung hergestellt. Der Betrieb expandiert zunehmend, ab 1872 werden nun auch Werkzeugmaschinen gefertigt. Ein Fabrikneubau an der Bernhardstraße in Gablenz bietet ab 1891 Platz für eine Produktionsfläche von 75.000 m² und 2500 Beschäftigte.

1911 wird der Betrieb in eine Aktiengesellschaft gewandelt, die J.E. Reinecker AG Chemnitz. Das Produktionsprogramm umfasst ein breites Spektrum an Werkzeugmaschinen wie beispielweise Fräs-, Schleif-, Werkzeugschleif-, Räderfräs-, Dreh- und Sondermaschinen sowie Werkzeuge. Der Name Reinecker stand für hohe Qualität der Erzeugnisse und fand schnell internationale Anerkennung. Die Firma gehörte somit zu den größten deutschen Werkzeugmaschinenherstellern um die Jahrhundertwende.

Das Ende der Reinecker AG wurde durch das Flächenbombardement der alliierten Flugzeuge im März 1945 eingeleitet.

Das völlig zerstörte Werk wurde durch die sowjetische Besatzungsmacht demontiert. Mitte 1948 erfolgte die Enteignung. Ein Wiederaufbau der alten Firma fand nicht statt. Der Vorstand der Reinecker AG verlegte den Firmensitz in die amerikanische Besatzungszone nach Ulm. Heute ist dieser Betrieb in die EMAG Gruppe integriert.

Autor: Peter Stölzel


Zeitgeschehen

Gründung der Firma Julius Eduard Reinecker

Reinecker übernimmt die wenig gewinnbringende Werkzeughandlung von G.S Apffel und stellt Werkzeuge her. 1867 erfolgt der Übergang zur fabrikmäßiger Herstellung von Werkzeugen und Werkzeugmaschinen. 1891 begann er mit 226 Arbeitern und 211 Werkzeugmaschinen die Produktion im neuen Werk an der Bernhardstraße/ Reineckerstraße in Gablenz.