Firmenprofil der Maschinenfabrik Kappel AG

Hersteller

Maschinenfabrik Kappel AG


Firmendetails

Beschreibung

1867 verlagerte Fürchtegott Moritz Albert Voigt seine 1860 in Kändler gegründete Maschinenbauwerkstatt nach Chemnitz - Kappel. Voigt gilt als der Begründer der deutschen Stickmaschinenproduktion.1870 wurd die Firma in Sächsische Stickmaschinenfabrik umbenannt. Seit der Gründung 1864 wurden Stickmaschinen produziert, mit ca. 40 Arbeitern. Ab 1872 wurde die Firma in eine AG überführt. Im Jahr 1872 wird auch die unter Denkmalschutz stehende hölzerne Galeriehalle, bestehend aus Mittelschiff, Kranbahn, Oberlicht und zwei Seitenschiffen für die Maschinenmontage errichtet. Ab 1888 wird der Name in Maschinenfabrik Kappel A.G. geändert. In das Produktionprogramm wurden zusätzlich Tüllmaschinen aufgenommen. Um die Jahrhundertwende stellte die Firma außer Stick- und Tüllmaschinen, Drehbänke und Fräsmaschinen sowie Holzbearbeitungsmaschinen her. Ab 1911 kamen Schreibmaschinen hinzu. 

Die Wirtschaftskrise trieb die Firma 1931 in den Konkurs. Es entstand eine neue Firma die Maschinenfabrik Kappel AG. Der Textilmaschinenbau wurde 1939 und die Schreibmaschinenproduktion 1942 zugunsten der Rüstungsproduktion eingestellt. Nach der Demontage 1945, wurde der Betrieb 1946 als VEB Maschinenfabrik Kappel, dem späteren VEB Schleifmaschinenwerk, in Volkseigentum überführt.

Autor: Peter Stölzel