Firmenprofil der VEB Elektronische Rechenmaschinen Karl-Marx-Stadt

Hersteller

VEB Elektronische Rechenmaschinen Karl-Marx-Stadt

*1957

Firmendetails

Beschreibung

Mit dem 1.4.1969 nahm der VEB Kombinat Robotron als Kombinat für das Gebiet der elektronischen Rechentechnik in der DDR seine Arbeit auf. Das Kombinat Robotron war laut Statut "...verantwortlich für die Organisation der Großforschung auf dem Gesamtgebiet der Datenverarbeitung sowie für die Zusammenarbeit mit der UdSSR bei der Schaffung eines einheitlichen Systems elektronischer Rechentechnik.". Diese Aufgaben übernahm ein Großforschungszentrum des Kombinates Robotron mit Sitz in Dresden. Der VEB Elektronische Rechenmaschinen ging mit seiner kompletten Organisationsstruktur in dieses Großforschungszentrum ein und bekam die Strukturbezeichnung "Fachgebiet Geräte" mit der Kurzbezeichnung "E2". Diese Bezeichnungen waren nunmehr und über den Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten Synonyme für die Entwicklung leistungsfähiger Rechner-Systeme in der DDR und die Trägerschaft der fachlichen Zusammenarbeit mit den Rechentechnik-Entwicklern in der UdSSR und anderen Ostblockstaaten im ESER.
Zu diesem Eingliederungszeitpunkt hatte der VEB Elektronische Rechenmaschinen bereits eine 8 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte bei der Entwicklung von Geräten der Rechentechnik hinter sich.
Der Betrieb war am 1.4.1957 gegründet worden. Seiner Gründung gingen voraus

  • vielfältige Bestrebungen von Mitarbeitern und leitenden Kräften in Betrieben und Forschungseinrichtungen, die zersplitterten Kapazitäten bei der Rechentechnikentwicklung zusammenzuführen und dadurch das erforderliche Potential zu erreichen, um auf diesem schneller Entwicklung unterzogenen Fachgebiet Schritt zu halten mit dem Niveau der führenden Entwickler und Hersteller von rechentechnischen Einrichtungen,
  • die Einsicht der Spitzen im DDR-Maßstab, dass eine solche Zusammenführung unbedingt erforderlich war für die Volkswirtschaft der DDR, sowie schnelle politische Einordnung einer solchen Gründung.

Der Betrieb war als „Wissenschaftlicher Industriebetrieb“ konzipiert. Das war eine neuartige Form für einen volkseigenen Betrieb.
Eine große Anzahl von innovativen Entwicklungen war das Ergebnis. Als herausragendes Beispiel sei die Entwicklung der elektronischen Rechenmaschine EDVA Robotron 300 in den Jahren 1963 bis 1967 genannt, welche anschließend in hoher Stückzahl in Radebeul bei Dresden produziert wurde.
Diese erfolgreiche Vorgehensweise setzte sich auch nach der Eingliederung in das Kombinat Robotron fort, wobei das Hauptaugenmerk der Entwicklung auf elektronischen Rechenmaschinen des ESER-Reihen lag.


Arbeitsgruppen

Büro- und Rechentechnik