Firmenprofil der VEB Erste Maschinenfabrik Karl-Marx-Stadt; Ermafa Guss GmbH

Hersteller

VEB Erste Maschinenfabrik Karl-Marx-Stadt; Ermafa Guss GmbH


Firmendetails

Beschreibung

Eisengießerei

Die C. G. Haubold AG  leitete Johann Victor Haubold bis 1948. Das Unternehmen erhielt am 23. April 1948 den Namen "Erste Maschinenfabrik VEB" und 1953 dann die Bezeichnung VEB Erste Maschinenfabrik Karl-Marx-Stadt. Bei den Karl-Marx-Städtern bürgerte sich der Namen ERMAFA ein.

Die Gießerei an der Bornaer Straße hatte im Gegensatz zum Stammwerk die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg glimpflich überstanden. Der erste Kupolofenabstich erfolgte bereits am 17. Juni 1946.

Die Gießerei goss Graugussteile für den eigenen Maschinenbau, wie z.B. Extruder, Kneter und Kunststoffkalander. Zunehmend belieferte sie auch andere Gusskunden, d.h. die Gießerei wandelte sich zur Kundengießerei.  Die Breite des Sortiments erstreckte sich vom kleinen Pleuel von 100 Gramm bis zu 14 Tonnen schweren Kalanderwänden, gas- und druckdichte Gussteile waren eine weiterer Schwerpunkt im Sortiment. Die Formerei gliederte sich in eine Handformerei und eine Maschinenformerei mit Normalformmaschinen. Die drei 1913/14 aufgestellten Kupolöfen lieferten noch immer die erforderliche Eisenschmelze. Etwa 165 Gießereiarbeiter wies die Festschrift "150 Jahre Maschinenbau 1837 - 1987" aus.

Ab 1990 firmierte der VEB Erste Maschinenfabrik als ERMAFA GmbH. Nach einigen Umstrukturierungen trennte sich am 1. Mai 1994 der Maschinenbau (ERMAFA-Kunststofftechnik) von der Gießerei. Diese firmierte nun als ERMAFA Guss GmbH. Die Gießerei spezialisierte sich auf die individuelle Fertigung von handgeformten Gussteilen in Kleinserien und Einzelfertigung z.B. für den allgemeinen Maschinen- und Getriebebau, den Kälteverdichterbau, für Druckmaschinenhersteller sowie für die Antriebstechnik im Breich zwischen 1000 Gramm und 4 Tonnen. Die Kapazität zielte auf etwa 3500 t/a für die Werkstoffqualitäten Gusseisen mit Lamellengraphit und Kugelgraphit. Alle drei Kupolögen wurde stillgelegt -zwei davon abgerissen- und durch einen 5-Tonnen erdölbeheizten Drehtrommelofen ersetzt.

2014 drohte der Gießerei aufgrund magelnder Aufträge die Schließung. Ein neuer Investor führte die Gießerei als ERMAFA Eisenwerke GmbH fort.

G. Schaefer

 

 

Arbeitsgruppen

Gießereiwesen