Firmenprofil der VEB Numerik "Karl-Marx"

Hersteller

VEB Numerik "Karl-Marx"


Firmendetails

Beschreibung

Der ständig steigende Bedarf  an numerischen Steuerungen konnte die Produktionsstätte des VEB Starkstromanlagenbau Karl-Marx-Stadt, Heinrich-Lorenz-Str. nicht mehr abdecken. Dazu kam, dass der Betrieb auf mehr als 50 Objekte in Karl-Marx-Stadt und Umgebung verteilt war. 1973 wurde ein Neubau in Karl-Marx Stadt, Bornaer Str. bezogen. Hier entstanden die ersten frei programmierbaren Steuerungen der Systeme 600 und 700 mit 8-Bit und 16-Bit Mikroprozessoren. Es wurden nicht nur CNC-Steuerungen sondern auch speicherprogrammierbare Steuerungen, Industrieroboter-Steuerungen etc. produziert.

Die Entwicklung „Werkzeugmaschinenspezifischer Antriebe“ (WSA) wurde unter der Leitung des VEB NUMERIK ab 1974 realisiert. Die Firma war neben den Koordinierungsaufgaben für die Entwicklung und Fertigung von Transistorpulsstellern und Thyristorumkehrstromrichtern verantwortlich. Damit wurde der Bedarf der Werkzeugmaschinenindustrie der DDR gedeckt. Es erfolgten auch Lieferungen in fast alle Staaten des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW).

Am 04.05.1978 wurde der Betrieb in VEB NUMERIK "Karl Marx" umbenannt. Mitte der 1980er Jahre began die Entwicklung der nächsten Generation von Steuerungen mit 32-Bit-Mikroprozessoren. Zu einer Überleitung in die Produktion kam es aufgrund der politischen Wende 1989 nicht mehr.

Am 18.06.1990 wurde die NUMERIK GmbH gegründet. Nach der Währungsunion am 01.07 1990 veränderte sich die Geschäftslage drastisch. Der Export in die RGW-Länder war immer schwieriger und das Unternehmen musste sich der Konkurrenz des europäischen Marktführers Siemens stellen. Ein geplantes Joint Venture mit Siemens wurde fallen gelassen und stattdessen übernahm Siemens den Steuerungsbereich der NUMERIK GmbH.

Autor: Frank Riedel