Firmenprofil der VEB Starkstromanlagenbau Karl-Marx-Stadt

Hersteller

VEB Starkstromanlagenbau Karl-Marx-Stadt


Firmendetails

Beschreibung

Nach den Enteignungen der  Technischen Büros von Siemens und AEG in Chemnitz firmierten diese ab dem 01.04.1949 unter dem Namen "VEM Technisches Büro Chemnitz". Nach weiteren Namensänderungen erhielt der Anlagenbau am 10.Mai 1953 seinen endgültigen Namen: VEB Starkstromanlagenbau Karl-Marx-Stadt (SAK). Dieser Name sollte bis 1978 bestehen bleiben. Die Benennung ließ die Konzentration auf die Starkstromtechnik erkennen. Gerade in den Anfangsjahren der SBZ und der DDR kam es zu umfangreichen Demontagen. Die hergestellten Produkte mussten als Reparaturleistungen abgegeben werden, sodass die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit kriegsbeschädigter Betriebe nur zögerlich voranging. Die spätere Hauptproduktion des Steuerungsbaus wurde damals noch nicht als Perspektive gesehen.

Eine frühere Plüschweberei an der Heinrich-Lorenz-Str. in Karl-Marx-Stadt wurde als neue Produktionsstätte ausgebaut. 1963/64 wurden die ersten Versuchsmuster numerischer Steuerungen produziert, welche zunächst noch das Institut für Werkzeugmaschinen in Karl-Marx-Stadt (IFW) entwickelte. Es entstanden die ersten Relaissteuerungen wie z.B. die PARAMAT aber auch maschinenbezogene transistorisierte Steuerungen. Ab 1966 war der SAK Hauptverantwortlicher für Forschung, Entwicklung, Produktion, Absatz und Service von numerischen Steuerungen. Gleichzeitig entstand eine eigene Entwicklungsabteilung in Gelenau (Erzgebirge).

1969 ging die erste maschinenunabhängige elektronische Steuerung BNC III in die Produktion. Ihr folgte das Steuerungssystem NC 400. Es stellte der Werkzeugmaschinenindustrie der DDR eine Steuerungstechnik für die gebräuchlichsten und in hohen Stückzahlen gefertigten Maschinen zur Verfügung.  

1978 wurde der Betrieb in VEB Numerik umbenannt, dessen Tradition heute das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz fortführt.

Autor: Frank Riedel