Firmenprofil der VEB Werkzeugmaschinenfabrik Union Karl-Marx-Stadt

Hersteller

VEB Werkzeugmaschinenfabrik Union Karl-Marx-Stadt


Firmendetails

Beschreibung

Gründer: Mechanische Werkstatt D.G. Diehl

Vorgänger: Werkzeugmaschinenfabrik UNION Chemnitz

Auf der Grundlage des Volksentscheides vom 30. Juni 1946 erfolgte am 30. Juni 1948 die Enteignung der Werkzeugmaschinenfabrik UNION zugunsten des Landes Sachsen.

Der Betrieb firmierte dann als volkseigener Betrieb „VEB Werkzeugmaschinenfabrik UNION Chemnitz“ und nach Umbenennung der Stadt Chemnitz 1953 in Karl–Marx–Stadt als „VEB Werkzeug-maschinenfabrik UNION Karl–Marx–Stadt“. Der Betrieb wurde der neugebildeten Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Werkzeugmaschinen und Werkzeuge (WMW) mit Sitz in Siegmar-Schönau, heute Siegmar, Stadtteil von Chemnitz, angeschlossen. Die UNION hatte 1946 34 Mitarbeiter, davon 29 Produktionsarbeiter, drei Angestellte und zwei Ingenieure.

1959 wurde das eigene Konstruktionsbüro für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Erzeugnisse aufgebaut. Bis dahin wurden die Weiterentwicklungen der in Serienproduktion befindlichen Bohrwerke BFT 63 und BFT 80 vom technischen Leiter und dem Leiter des technischen Büros betrieben. 1962 wurde die durch Demontage völlig zerstörte 2000 m² - Halle wieder aufgebaut und die Großteilfertigung und Wärmebehandlung untergebracht.

1968 wurde der VEB Werkzeugmaschinenfabrik UNION Karl–Marx–Stadt dem VEB Werkzeugmaschinenkombinat Union Gera als Werk Karl–Marx–Stadt zugeordnet, bevor 1969 das Werkzeugmaschinenkombinat „Fritz Heckert“, Karl–Marx-Stadt gegründet wurde, dem beide UNION - Betriebe und weitere angeschlossen wurden.

Ein Bohrwerk BFT 63, Baujahr 1961, ist Exponat der Dauerausstellung seit ihrer Neugestaltung 2015. 


Quelle:

Dr. Dieter Bock: Festschrift "150 Jahre Werkzeugmaschinenfabrik UNION Chemnitz 1852 - 2002", Chemnitz 2002


Nachfolger: VEB Werkzeugmaschinenfabrik UNION, Karl-Marx-Stadt, Betrieb des VEB Werkzeugmaschinenkombinat "Fritz Heckert"



Autor: Walter Grünthal



Zeitgeschehen

Die Wema UNION wird Kombinatsbetrieb der UNION Gera

1968 wurde der VEB Werkzeugmaschinenfabrik UNION Karl – Marx – Stadt dem VEB Werkzeugmaschinenkombinat Union Gera als Werk Karl – Marx – Stadt zugeordnet, bevor 1969 das Werkzeugmaschinenkombinat „Fritz Heckert“, Karl – Marx - Stadt gegründet wurde, dem beide Union–Betriebe angeschlossen wurden.

UNION - Konsumgüterproduzent

Von der Staatlichen Plankommission der DDR wurden Anfang der 60-er Jahre die größeren Betriebe beauflagt,  neben ihrer eigentlichen Fertigung fehlende Konsumgüter oder Zulieferungen dafür herzustellen.

In den Jahren von 1963 bis 1989 wurden neben der Hauptproduktion von Waagerecht- Bohr-und Fräsmaschinen, deren Zubehör und Ersatzteilen gefertigt:

 - etwa 1963 bis 1965  Pkw – Einachs - Kastenanhänger

- etwa 1963 bis 1975  Wandregale

- etwa 1965 bis 1970  Mechanische Bearbeitung von Teilen für Durchlauferhitzer für das Gasgerätewerk Dessau und Kickstarter für das Motorradwerk in Zschopau.

- etwa 1965 bis 1989  Schnellspanner „Fix“ (Schraubstock)

- etwa 1975 bis 1989  Notenständer

- etwa 1980 bis 1985  Kaninchenstall – Doppelboxen

- etwa 1981 bis 1987  Ersatzteile für den Pkw „Trabant“ – Kolbenringabdichtungen (Simmerringersatz)

- etwa 1983 bis 1987 Fahrscheinentwerter für Straßenbahn und Busse des VEB Nahverkehr Karl-Marx-Stadt

- etwa 1982 bis 1989  Heimwerker – Spannzwingen in drei Größen 

 

Einführung des Polytechnischen Unterrichtes

Am 1. September 1958 wurde für die Schüler der 7. bis 10. Klassen der polytechnische Unterricht eingeführt. Die UNION ist für die Ausbildung der Schüler der Andrè - Oberschulen I und II (heutiges Andrè - Gymnasium) verantwortlich.

Enteignung - Union wird Volkseigentum

Auf der Grundlage des Volksentscheides vom 30. Juni 1946 erfolgte am 30. Juni 1948 die Enteignung der Werkzeugmaschinenfabrik UNION zugunsten des Landes Sachsen.

Der Betrieb firmierte von da an als volkseigener Betrieb "VEB Werkzeugmaschinenfabrik UNION Chemnitz“

und nach Umbenennung der Stadt Chemnitz 1953 in Karl – Marx – Stadt als                                                                                   „VEB Werkzeugmaschinenfabrik UNION Karl – Marx – Stadt“.

Der Betrieb wurde der neugebildeten Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Werkzeugmaschinen und Werkzeuge (WMW) mit Sitz in Siegmar-Schönau , heute Siegmar, Stadtteil von Chemnitz, angeschlossen.


Arbeitsgruppen

Werkzeugmaschinenbau