Firmenprofil der Zschopauer Maschinenfabrik J. S. Rasmussen

Hersteller

Zschopauer Maschinenfabrik J. S. Rasmussen

*1912

Firmendetails

Beschreibung

Im Jahre 1906 kaufte der dänische Unternehmer Jørgen Skafte Rasmussen die stillgelegte Barthsche Tuchfabrik in Zschopau und richtete dort einen Zweigbetrieb der Chemnitzer Firma Rasmussen & Ernst ein. Zunächst wurden dort Haushalt- und Werkstattgeräte, Dampfkesselarmaturen sowie Kfz-Zubehör gefertigt. Ab 1912 firmierte das Unternehmen unter Zschopauer Maschinenfabrik J. S. Rasmussen. Während des Ersten Weltkriegs produzierte man Zündkapseln und Granatzünder, die Beschäftigtenzahl stieg auf über 400.

Ab 1916 wurde der Prototyp eines dampfbetriebenen Kraftfahrzeugs entwickelt, es entstand das Markenzeichen DKW (Dampf Kraft Wagen), das für Fahrräder, Motorräder, Autos und Kühlschränke Verwendung fand. Die Entwicklung des Dampfkraftwagens wurde 1921 endgültig eingestellt. Ungefähr gleichzeitig mit Beginn der Dampfwagenentwicklung erwarb das Unternehmen die Rechte an einem Zweitakt-Kleinmotor von Hugo Ruppe aus Apolda, der zunächst mit 18 cm³ und 0,25 PS als "Des Knaben Wunsch" und moderne Alternative zur Spielzeugdampfmaschine recht erfolgreich vermarktet wurde. 1920 wurde ein Ein-PS-Fahrrad-Hilfsmotor (D.K.W.="Das kleine Wunder") entwickelt, später bot Rasmussen auch komplette Fahrräder mit Hilfsmotor und verstärktem Rahmen an.

1922 begann in Zschopau unter Chefkonstrukteur Hermann Weber und Verkaufsleiter Carl Hahn senior mit dem Reichsfahrtmodell die Serienproduktion von Motorrädern. 1923 wandelte Rasmussen die Motorenwerke in eine Aktiengesellschaft um. Die Aktien befanden sich fast ausnahmslos in seinem Besitz, seine Ehefrau Therese Rasmussen wird Aufsichtsratsvorsitzende. 1926 entstand in Zschopau das erste Motorrad-Fließband der Welt. Im Jahre 1928 übernahm DKW die Audiwerke AG Zwickau, 1929 war das Werk mit einer Jahresproduktion von 60.000 Motorrädern und einem Umsatz von 60 Mio. Reichsmark die größte Motorradfabrik der Welt.[7]

Infolge der Weltwirtschaftskrise brach 1930 der Umsatz ein und das Werk machte einen Verlust von ca. 2 Mio. Reichsmark. Danach wurde Richard Bruhn, Bankdirektor bei der Sächsischen Staatsbank, Aufsichtsratsvorsitzender bei DKW. Auf Betreiben der Sächsischen Staatsbank fusionierten die Zschopauer Motorenwerke mit ihrer Tochtergesellschaft Audiwerke AG Zwickau, der Horchwerke AG (ebenfalls Zwickau) sowie dem Fahrzeugwerk Siegmar der Wanderer-Werke in Schönau bei Chemnitz 1932 zur Auto Union AG mit vorläufigem Sitz Zschopau. Aus dem Zusammenschluss der vier Marken entstand das Logo mit den vier Ringen, das noch heute von Audi verwendet wird. Der Firmengründer J.S. Rasmussen verließ das Unternehmen 1934 und zog 1939 nach Sacrow bei Potsdam. Die Verlegung des Firmensitzes nach Chemnitz erfolgte 1936 in die umgebauten und erweiterten Gebäude der ehemaligen Presto-Werke.

Angaben unter Verwendung von Wikipedia Zschopau 

Arbeitsgruppen

Kraftfahrzeugtechnik