Leinen

Leinen

Leinen ist die aus dem Stängel der Flachspflanze gewonnene Faser. Die ältesten Funde von Leinengewebe-Resten, so schätzen Wissenschaftler, haben ein Alter von 7000 Jahren. Die Ägypten brauchten Leinen für die Präparation ihrer Mumien. Aber auch in Indien, Babylonien, Griechenland und Rom wurde vorwiegend Flachs eingesetzt.

Seine Blütezeit erlebte Leinen im Mittelalter. Der Flachsanbau und seine Verarbeitung waren in Deutschland und in den Niederlanden weit verbreitet. Bekleidung und Hauswäsche bestanden noch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts vorwiegend aus Leinen.

Mit Beginn der Maschinenspinnerei verdrängte die Baumwolle die Leinenfaser. Sie besitzt heute für die textile Fertigung nur noch eine untergeordnete Bedeutung.

Hauptanbaugebiete: Asien, Osteuropa      

Eigenschaften: gute Saugfähigkeit, hohe Nassfestigkeit,    als Fläche: glatter, kühler Griff, geringe Formbeständigkeit, hohe Knitterneigung.


Autor : Maria Thieme