Metallgießerei

Metallgießerei

Gießen

Schematisch können Gießereien in Eisengießereien, Stahlgießereien und Nichteisengießereien oder Metallgießereien unterschieden werden. Eisen- und Stahlgießereien verarbeiten Eisenwerkstoffe.Die Nichteisen- bzw. Metallgießereien vergießen Buntmetalle und

Leichtmetalle . Buntmetall ist eine Sammelbezeichnung für eine Untergruppe der Nichteisenmetalle unter Ausschluss der Edelmetalle, wie z.B. Kupfer, Zink, Zinn, Blei, Nickel, Cobalt. Diese unedlen Metalle sind selbst farbig und bilden auch farbige Legierungen, wie Messing, Bronze, Rotguss.

Buntmetalle werden auch den Schwermetallen zugerechnet, wenn die Metalle nach deren Dichte unterschieden wird. Schwermetalle haben eine Dichte größer 5g/cm3 , Metalle mit geringerer Dichte sind demnach leichte Nichteisenmetalle bzw. Leichtmetalle. Technisch wichtige Leichtmetalle sind Aluminium, Magnesium und Titan. Während die Buntmetalle wie Kupfer und Zinn bereits in der Bronzezeit bekannt waren, gegossen und geschmiedet werden konnten, ist das Leichtmetall Aluminium erst 1808 beschrieben und seine Herstellung versucht worden. Bezogen auf die Region Chemnitz gab es in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts. viele kleine Buntmetallgießereien. Buntmetallguss wurde und wird in der Industrie nach wie vor benötigt. Die Metallgießer widmeten sich mit dem Aufkommen von Aluminium verstärkt dem Leichtmetallguss.

 

In Chemnitz produziert die einzige Metallgießerei Chemnitz GmbH (MGC) aktuell hochwertige Aluminiumgussteile. Ihr Bestehen lässt sich auf die von Johannes Hennig

1911 gegründete Metallgießerei zurückführen.

 

G. Schaefer