Seide

Seide

In China ist seit etwa 2250 v. Chr. die Herstellung von Seide aus dem Kokon des Maulbeerspinners bekannt. Der Export der Seidenraupeneier war unter Todesstrafe verboten. Bis etwa 200 n. Chr. konnten sich die Chinesen das Geheimnis der Raupenzucht und des Abhaspelns der Seide bewahren. Danach gelangte die Seide nach Indien, Korea, Japan und in den östlichen Mittelmeerraum. Bis die Seide in Europa bekannt wurde, sollte es noch einige Jahrhunderte dauern. Denn erst die Araber brachten im 8. Jahrhundert die Seide nach Spanien und von dort gelangte sie wenig später nach Frankreich. Lyon entwickelte sich im 16. Jahrhundert zur berühmtesten Seidenstadt in Europa. Mit den Hugenotten, die Ende des 17. Jahrhunderts aus Frankreich vertrieben wurden, kam die Seidenverarbeitung nach Deutschland.

Haupterzeuger: China, Südostasien, Frankreich

Eigenschaften: glatter, geschmeidiger Griff, hoher Glanz, hohe Festigkeit, hohe Knitterneigung, schlechte Licht– und Wetterbeständigkeit.


Autor : Maria Thieme