Chenille-Maschine - Unbekannter Hersteller

Chenille-Maschine

Beschreibung

Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war in der Posamentenindustrie des Erzgebirges diese spezielle Art der Chenille-Herstellung weit verbreitet. Zwischen zwei Drähten werden aufgeschnittene Fadenschlingen so eingezwirnt, dass deren Enden nach außen abstehen. Es entsteht ein weiches, voluminöses Fadengebilde, das vorwiegend für Spielzeug und Dekoartikel genutzt wurde.

Die Maschine verfügt über zwei Arbeitsstellen, die je zwei Chenillefäden gleichzeitig erzeugen.  Jede Chenille besteht aus zwei Seelenfäden (Drähte oder Zwirne), die durch die Wirkung der Drehhaken am Wagen miteinander verzwirnt werden.

Das Polmaterial (Garne oder Chemieseiden) wird mehrfach dupliert auf Scheibenspulen aufgespult. Pol- und  Seelenfäden werden zu einem Messer geführt, die Polfäden geschnitten und in die Seelenfäden eingezwirnt.

Chenille dieser Art wurde vorwiegend für Christbaumgirlanden eingesetzt.

Autor:  Maria Thiem


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