Dgitales Vermittlungssystem OZ 100 - Deutsche Post (DDR)

Dgitales Vermittlungssystem OZ 100

Beschreibung

Die OZ 100 (OZ = Orts-Zentrale) war ein erstes Digitales Vermittlungssystem, das in der DDR unter R-F-T  VEB Nachrichtenelektronik Leipzig entwickelt wurde. Die internen Vermittlungsfunktionen der Anlage erfolgten digital und waren mit der   PCM 30-Technik kompatibel. Die OZ 100 stellte in ihrer Funktionalität keine eigenständige Ortsvermittlungsstelle dar, sondern nur eine sogenannte Teil-Vermittlungsstelle. Das bedeutet, die Anlage ist strukturell nur als Erweiterung einer bestehenden analogen Ortsvermittlungsstelle zu betrachten.

1989 wurden von der Deutschen Post (DDR) noch 4 Gestelle (eine Anlage für 400 Anschlüsse) in einer speziell dafür umgebauten Wohneinheit im Wohngebiet Karl-Marx-Stadt - Helbersdorf geplant und bei R-F-T in Auftrag gegeben. Die Montage und Fertigstellung erfolgte 1990. Zu einer Inbetriebnahme bzw. Beschaltung mit Teilnehmern kam es nicht mehr. Aufgrund der politischen Wende und der darauffolgenden Übernahme der Fernmeldeinfrastruktur durch die Deutsche Bundespost -Telekom-  gab es andere technische Alternativen, wie die Digitalen Vermittlungssysteme EWSD von Siemens und das System S12 von SEL.

Auf dem Gebiet der Nebenstellenanlagen gab es mit der NZ 400 ein ebenfalls digitale Entwicklung von R-F-T.

OZ und NZ - Serie wurde 1990 nicht mehr weiterproduziert bzw. weiterentwickelt.

Autor: Volkmar Schweizer. 2018


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