Doppelsteppstich- Nähmaschine - Klasse 14 - Nähmaschinenfabrik Seidel & Naumann AG, Dresden

Doppelsteppstich- Nähmaschine

Beschreibung

Ende des 19. Jahrhunderts tritt die Nähmaschine, meist mit Fußwippe angetrieben, ihren Siegeszug an – in Textilfabriken und in Haushalten. Mit häuslichen Näharbeiten können Arbeiterfamilien ihr Einkommen etwas aufbessern. In sächsischen Industriestädten floriert die Produktion von Nähmaschinen. Ein Vorreiter ist ab 1868 Fa. Seidel & Naumann in Dresden.

Das hier gezeigt Modell Naumann Klasse 14 ist eine Weiterentwicklung der Schiffchen-Nähmaschinen.

Diese Maschine arbeitet mit einem  CB – Greifer (central Bobbin). Es erfogt das Zusammennähen von Stoffteilen mittels einer Doppelsteppstichnaht. Der Doppelsteppstich wird aus zwei Fäden, dem Nadel- und dem Spulenfaden, gebildet, die in der Mitte der zu vernähenden Stoffteile miteinander verschlungen sind. Die Naht hat auf beiden Stoffseiten das gleiche Aussehen. Sie ist nur wenig elastisch.

Aus den Schiffchen wurden Greifer entwickelt, die die Nadelfadenschlinge um die feststehende Unterfadenspule führten. Da die Spule die Bewegung des Greiferkessels nicht mitmacht, ist der Kraftaufwand für den Antrieb des Greifers auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Zuerst entstand der Zentralspulengreifer, der sich nach der Arbeitsweise des CB- Greifers halbkreisförmig (oszillierend) um die Fadenspule dreht.

Autor: Maria Thieme

Jahr: 1930

Klasse 14

Hersteller

Nähmaschinenfabrik Seidel & Naumann AG, Dresden