Einzylinder-Kleinrundstrickmaschine - Schubert & Salzer Maschinenfabrik AG Chemnitz

Einzylinder-Kleinrundstrickmaschine

Beschreibung

Bei der Strumpfproduktion begannen Anfang des 20. Jahrhunderts Kleinrundstrickmaschinen die bis dahin dominierenden Cottonmaschinen (Flachwirkmaschinen) abzulösen. Die Maschinenfabrik Schubert & Salzer setzte als eine der ersten Firmen diese neue Technologie um. Auf den von ihr gefertigten Strumpfautomaten vom Typ „Corona“ konnten Socken, Kinder- und Damenstrümpfe in einem Arbeitsgang hergestellt werden. Im Zusammenspiel steuern eine Schaltkette und eine nockenbesetzte Schalttrommel die richtige Aufeinanderfolge aller dafür erforderlichen Arbeitsoperationen. 

Auch bei rundgestrickten Strümpfen werden Ferse und Spitze so ausgebildet, dass sie sich anatomisch an die Fußform anpassen. Dazu arbeitet die Maschine nur mit einer Hälfte der Nadeln weiter und der Nadelzylinder führt eine halbkreisförmige hin- und hergehende Bewegung (Pendelgang) aus. Die Arbeitsweise in diesem Modus gleicht dem Flachstricken. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist deutlich reduziert. Beim Stricken jeder Reihe werden nun von den im Eingriff befindlichen Nadeln jeweils die Randnadeln außer Tätigkeit gebracht. Dadurch verringert sich die Zahl der arbeitenden Nadeln ständig (Mindern), bis nur noch ein Drittel der Nadeln der betreffenden Zylinderhälfte im Eingriff ist. Nun wird beim Stricken jeder Reihe auf beiden Seiten wieder eine Nadel hinzugenommen (Zunehmen). Ist die volle Nadelanzahl in Tätigkeit, beginnen auch die stillgesetzten Nadeln wieder zu arbeiten. Die Maschine geht in den Rundlauf über und erzeugt ein Schlauchgestrick bzw. sprengt das Gestrick ab (Spitze). Die dadurch entstehende Öffnung wird später durch eine Kettelnaht geschlossen.

Autor: Maria Thieme


Hersteller

Schubert & Salzer Maschinenfabrik AG Chemnitz