Erstes Telefonnetz in Chemnitz - Deutsche Reichspost / Kaiserliche Post- und Telegrafenverwaltung

Erstes Telefonnetz in Chemnitz

Beschreibung

Am 01. August 1883 wurde eine Handvermittlungsstelle, bestehend aus 2 Vermittlungsschränken mit je 50 Anschlüssen im Postamt Chemnitz in Betrieb genommen. Telefonverkehr gab es vorerst nur innerhalb der Stadtgrenzen von Chemnitz.

Die Vermittlungsschränke, Hersteller: Fa.Siemens & Halske, Berlin, waren sogenannte Klappenschränke. Ein Teilnehmer mußte bei Verbindungswunsch eine Ruftaste am Fernsprecher drücken, daraufhin fiel eine nummerierte Klappe am Vermittlungsschrank und zeigte dem Vermittlungsbeamten den Anrufer an.

Bereits 1861 stellte Phillip Reis, Lehrer für Physik und Mathematik, einen funktionsfähigen Fernsprecher im "Physikalischen Verein zu Frankfurt am Main" der Öffentlichkeit vor. Die Bedeutung dieser Erfindung wurde zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erkannt. Eine Patentanmeldung erfolgte nicht.

Die ersten gebrauchsfähigen Fernsprechapparate (s.Abb.) in Deutschland wurden ebenfalls von Siemens & Halske gefertigt. Technisch verbessert beruhte das Funktionsprinzip auf dem Patent des Amerikaners Graham Bell von 1876, der damit fortan als "Erfinder des Telefons" galt

Das erste deutsche öffentliche Telefonnetz wurde 1881 in Berlin in Betrieb genommen. Chemnitz war die 25. Stadt im Deutschen Kaiserreich, die ein öffentliches Fernsprechnetz bekam.



Dienstleistungsanbieter

Deutsche Reichspost / Kaiserliche Post- und Telegrafenverwaltung

 

Arbeitsgruppen

Telekommunikation

Objektklassen

Telefon Telegrafen