Hand-Vermittlungstechnik - Deutsche Reichspost / Kaiserliche Post- und Telegrafenverwaltung

Hand-Vermittlungstechnik

Beschreibung

Die ersten Telefonverbindungen wurden per Hand mittels Schnurleitungen und Klinkenstecker am Vermittlungsschrank hergestellt. Anfangs wurden männliche Telegraphenbeamte für die Bedienung eingesetzt. Gegen Ende des 19.Jhdts waren fast nur noch Frauen, die sogenannten" Fräulein vom Amt", als Vermittlungskräfte beschäftigt.

Innerhalb des  Ortsnetzes Chemnitz wurden seit 1883 bis 1931 die Telefonverbindungen mittels Handvermittlung hergestellt. die Anzahl der Fernsprechanschlüsse steigerte sich bis zur Jahrhundertwende enorm. Die Anschlusskapazität der Vermittlungsanlagen mußte ständig erweitert werden:

1883      68 Teilnehmer  

1886    242 Teilnehmer                                                                                                                                               

1901   4600 Teilnehmer

1918   9000 Teilnehmer

Die Handvermittlungen wurden in Chemnitz ab 1925 durch die Wählvermittlungstechnik (Hebdrehwähler) ersetzt.

Bei Ferngesprächen war diese Technik (mit Stecker und Schnüren) noch bis 1979 im Fernamt Karl-Marx-Stadt im Einsatz.

Bis 1990 -zum Ende der DDR- wurden Ferngespräche ins Ausland, insbesondere nach Westdeutschland, noch handvermittelt, allerdings schnurlos mit der Technik ARM. am Standort Liselotte-Hermannstraße.


Dienstleistungsanbieter

Deutsche Reichspost / Kaiserliche Post- und Telegrafenverwaltung

 

Arbeitsgruppen

Telekommunikation

Objektklassen

Telefon Telegrafen