Handspindel - Industriemuseum Chemnitz

Handspindel

Beschreibung

Die Handspindel ist seit mehr als 6.000 Jahren bekannt. Noch bis ins 12. Jahrhundert war sie das alleinige Arbeitsmittel zur Garnherstellung. Archäologische Funde belegen die weite Verbreitung der Handspindel in Europa und in der ganzen Welt.

Der Spindelstab besteht aus Holz oder Knochen, für den Spindelwirtel verwendete man Knochen oder Steine. In Rotation versetzt, bewirkt die Spindel das Verdrehen der von Hand zugeführten Fasern. Es entsteht ein für die weitere Verarbeitung ausreichend fester Faden.

Fäden sind lineare Gebilde mit praktisch „endloser“ Länge und bestehen aus Fasern. Während viele Chemiefasern bereits bei ihrer Herstellung die richtige Beschaffenheit besitzen, um sie weiter zu verarbeiten, müssen die Naturfasern, aber auch viele Chemiefasern erst aufwändig bearbeitet werden, bis ein fortlaufender, ausreichend fester Faden entsteht. Diesen Vorgang nennt man „Spinnen“, die entstehenden Fäden deshalb Spinnfasergarne.

Autor: Maria Thieme


Hersteller

Industriemuseum Chemnitz