Pantographen-Handstickmaschine - VOMAG (Vogtländische Maschinenfabrik AG, vorm. J. C. & H. Dietrich, Plauen)

Pantographen-Handstickmaschine

Beschreibung

Beim Prinzip des Pantographen (griech. Allesschreiber) wird ein vorgegebenes Muster zum Übertragen von Zeichnungen oder eines Musters im gleichen, größeren oder kleineren Maßstab auf einen anderen Untergrund verwendet. Beim Sticken wird die auf dem Musterbett befindliche Musterschablone durch das Führen des Pantographen abgetastet und dessen Bewegung 6:1 über das Gestänge auf den Stickboden übertragen (das Muster auf der Schablone ist 6 mal größer als auf dem Stoff). Bei der Maschine wird gleichzeitig mit 504 Nadeln gestickt, das sind täglich ca. 1.512.000 Stiche.

Die hier vorgestellte Maschine gehörte in Rempesgrün/Vogtland der Familie Heckel, die viele Jahrzehnte in einem Anbau neben der Küche an dieser Maschine arbeitete. Bis in die 1950er Jahre hinein arbeiteten Herr und Frau Heckel mit zwei Kindern täglich 10 bis 12 Stunden an der Herstellung von Stickerzeugnissen. Auf farbigen oder weißen Stoffbahnen, dem sog. Stickboden, entstanden mit gefärbten oder weißen Garnen Motive für Kissen, Handtaschen sowie Embleme. 1999 wurde die Maschine an das Industriemuseum Chemnitz übergeben und ist restauriert in der Ausstellung zu erleben.

Baujahr: um 1909

Autor: Maria Thieme


Hersteller

VOMAG (Vogtländische Maschinenfabrik AG, vorm. J. C. & H. Dietrich, Plauen)

 

Objektklassen

Stickmaschine