Richtfunktechnik - Deutsche Post (DDR)

Richtfunktechnik

Beschreibung

In den 1930er Jahren wurden erstmals Fernsprechkanäle über Richtfunkverbindungen übertragen (England, Frankreich).

In der DDR wurde gegen Ende der 1950er Jahre das Richtfunknetz der SED aufgebaut, das Fernsprech- und Fernschreibverbindungen über Richtfunk realisierte. Nutzer waren die Führungsorgane der Partei, später auch die Nationale Volksarmee. Da die Richtfunktechnik keine Abhörsicherheit gewährleistete, wurde die Nutzung in den 1980er Jahren eingestellt.  Die technische Infrastruktur wurde 1985 an die Deutsche Post (DDR) übergeben.

Die Deutsche Post nutzte dieses Richtfunknetz noch gegen Ende der 1980er Jahre für das öffentliche Telefonnetz. So wurden digitale Richtfunksysteme über PCM-120 zwischen Karl-Marx-Stadt (Grüna-Totenstein) und Rochlitz (Rochlitzer Berg)  und zwischen Karl-Marx-Stadt und Freiberg für das öffentliche Fernsprechnetz in Betrieb genommen.

Nach der Wiedervereinigung 1990 hatten die Richtfunktechniken für den Aufbau des Gesamtdeutschen Fernnetzes noch eine große Bedeutung. Im Rahmen des „Overlay“-Projektes der Deutschen Bundespost-Telekom- wurde neben dem vorzugsweise auszubauenden Glasfaser-Fernnetz auch neue Richtfunktrassen zwischen Ost und West eingerichtet und noch einige Jahre genutzt.

Die Digitale Richtfunktechnik hat auch heute noch Bedeutung bei der kurzfristigen Realisierung von Kundenanschlüssen und auch als Ergänzung der Verbindungsnetzstruktur der jeweiligen Netzbetreiber.
 
 
 


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Deutsche Post (DDR)

 

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