Telegrafenstelle - Staatliche Fernmeldeverwaltung - von der Königlich-Sächsischen Post bis zur Bundespost

Telegrafenstelle

Beschreibung

Die Telegrafenstelle ist das natürliche Bindeglied zwischen Post- und Fernmeldewesen.

Sie ist der technische Bereich, in der die Telegramme auf elektrischem Weg gesendet bzw.empfangen wurden, in Schriftform umgewandelt und anschließend (ggf. über Rohrpost) zum Eilboten der Post geleitet wurden.

Diese Konstellation hatte in Chemnitz genau 140 Jahre Bestand.                                                                                             Telegramme, damals noch Depeschen genannt, wurden bereits 1854 in der Königlich-Sächsischen Telegrafenstelle des Bahnhofs Chemnitz für den privaten und gewerblichen Bedarf  bearbeitet. Im Jahr 1994 wurde die Telegrafenstelle der Deutschen Bundespost im Fernmeldeamt Chemnitz aufgelöst. Zum gleichen Zeitpunkt wurde auch die zugehörige Rohrpostanlage zum Hauptpostamt 4 außer Betrieb genommen. Fax, E-Mail, SMS  usw. ersetzten die Telegramme.

Die ersten Telegrafenapparate waren Fardely-Zeigertelegrafen. 1857 folgten Morseappparate, auch Morseklopfer und Morsesummer wurden verwendet. 1886 wurden erstmals Hughes-Telegrafen eingesetzt, die schon Typendrucker hatten. In den 1930er Jahren begann der Einsatz der mechanischen Fernschreiber , als Streifenschreiber und später als Blattschreiber. Ab den 1970er Jahren wurden elektronische Fernschreiber eingesetzt.

Autor: Volkmar Schweizer, 2020


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Staatliche Fernmeldeverwaltung - von der Königlich-Sächsischen Post bis zur Bundespost

 

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