Trägerfrequenztechnik (TF-Technik) - Deutsche Reichspost

Trägerfrequenztechnik (TF-Technik)

Beschreibung

Bei der TF-Technik wird das Frequenzband der Fernsprech-Einzelkanäle (300 Hz bis 3400 Hz) auf jeweilige Hochfrequenzbänder  umgesetzt. Auf diese Weise wurden mehrere Telefonkanäle auf einer Fernleitung übertragen, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Die Technik wurde in Deutschland ab 1935 bei der Reichspost eingeführt. Die Weiterentwicklung der Elektronenröhre für Hochfrequenz-Anwendungen, wie sie bereits im Rundfunk bestand, wurde damit auch im Fernmeldewesen genutzt.

In Chemnitz wurde diese Technik erstmals Anfang der 1940er Jahre im Verstärkeramt an bestimmten Fernleitungstrassen eingesetzt. Dabei kam das System Z 8 (Zweidraht-Betrieb mit 8 Sprechkanälen) zum Einsatz.

Die Übertragungskapazitäten wurden in den folgenden Jahren ständig erhöht. In der Übertragungsstelle Chemnitz / Karl-Marx-Stadt waren Ende der 1980er Jahre u.a. TF-Systeme mit 120 Kanälen (System V 120)  im Einsatz. Die elektrischen Signale auf den Fernleitungen (TF-Kabel aus Kupfer) wurden durch Zwischenverstärker auf den Leitungstrassen (s.Abb. Kesselamt)  regeneriert.

Die TF-Technologie selbst erlaubte bei Nutzung von Koaxial-Fernkabeln noch wesentlich höhere Kanalzahlen.

Die TF- Übertragungstechnik wurde Anfang der 1990er Jahre durch PCM-Übertragungstechnik und Glasfasertrassen vollständig abgelöst.


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