Tretspinnrad - Unbekannter Hersteller

Tretspinnrad

Beschreibung

Um 1530 entwickelte der Holzbildschnitzer Johann Jürgens aus Wattenbüttel (bei Braunschweig) das Tretspinnrad.Durch den Antrieb über ein Fußpedal hatte die Spinnerin beide Hände frei. So konnte sie das Fasermaterial exakter dosieren. Die Spinnerin erzielte im Vergleich zu Handspindel oder Handspinnrad ein gleichmäßigeres Garn

Die Flügelspindel besteht aus einer Spindelachse mit ausgestecktem Flügel und einer Spule, die sich frei auf der Spindelachse drehen kann. Besonderes Kennzeichen ist neben dem Antrieb durch ein Fußpedal der getrennte Antrieb von Spule und Flügel, wodurch eine gleichmäßigere Aufwindspannung und eine immer konstante Drehungserteilung beim Spinnvorgang gewährleistet sind. Der Spinnvorgang ist kontinuierlich. d.h. Fadenbildung und –aufwindung erfolgen gleichzeitig. Der Spinnvorgang wird nur kurzzeitig unterbrochen, wenn der Faden auf das nächste Drahthäkchen des Flügels umgehängt wird. Dies ist erforderlich, um die gleichmäßige Bewicklung der Garnspule in deren Längsrichtung zu gewährleisten 

Das Flügelspinnen war bereits um 500 n.Chr. in Indien verbreitet. 1480 ist erstmals in Europa die Skizze eines Flügelspinnrades mit Handantrieb im Hausbuch der Familie Waldburg-Wolfegg skizziert.

Autor: Maria Thieme


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