Verstärkeramt - Deutsche Reichspost

Verstärkeramt

Beschreibung

Der Begriff Verstärkeramt ist von der Elektronenröhre, die Anfang des 20.Jhdt. als Telefonverstärker entwickelt wurde, abgeleitet. An der Entdeckung und Weiterentwicklung der physikalischen Effekte in Elektronenröhren waren viele Erfinder beteiligt. Beispielhaft ist in diesen Zusammenhang Robert von Lieben zu nennen, dessen Patent von 1906 einen Telefonverstärker darstellte.

Als Verstärkeramt (spätere Bezeichnung: Übertragungsstelle) versteht man den technischen Bereich innerhalb des Telegrafenamtes/Fernmeldeamtes, in der die Verstärkertechnik und Übertragungstechnik für den Weitverkehr betrieben wird.

Seit Beginn der 1920er Jahre wurden in Chemnitz  bereits elektronische Niederfrequenz-Röhrenverstärker betrieben. Diese sogen. Schnurverstärker konnten den Fernamtsschränken für die Verstärkung des Telefonsignals auf Fernstrecken zugeschaltet werden. In den 1930er Jahren wurden Niederfrequenzverstärker (Allverstärker) mit Röhrentechnik eingesetzt.

Ab den 1940er Jahren wurde die Trägerfrequenztechnik im Verstärkeramt Chemnitz eingeführt. Mit dem Übertragungssystem Z8 wurden 8 Telefonkanäle im Fernnetz mittels Modulation mit einer Hochfrequenz (Trägerfrequenz) gleichzeitig auf einer Zweidrahtleitung übertragen.


Dienstleistungsanbieter

Deutsche Reichspost

 

Arbeitsgruppen

Telekommunikation

Objektklassen

Telefon Telegrafen