Firmenprofil der Astrawerke AG Chemnitz

Hersteller

Astrawerke AG Chemnitz

*1921

Firmendetails

Beschreibung

1919 eröffnete John Greve (1880–1967), der zuvor zehn Jahre lang Chefkonstrukteur bei den Wanderer-Werken gewesen war, eine eigene Mechanikerwerkstatt in der Chemnitzer Innenstadt und begann mit der Entwicklung einer neuen Rechenmaschine, der späteren Astra Modell A mit der erstmals in Europa produzierten Zehnertastatur.

1921 gründete er mit finanzieller Unterstützung des Bankiers Wilhelm Nicolaus Dannhof die Astrawerke AG und begann mit der Produktion der Addiermaschine Modell A. Bis 1939 wurden davon 1451 Stück produziert. 

Seit Ende der 1920er Jahre galten die Astrawerke als Marktführer für Buchungsmaschinen in Europa, die Belegschaft stieg von 175 im Jahr 1923 auf über 2.600 im Jahr 1944.

1929 wird das neue Astrawerk, welches im Bauhausstil erbaut wurde, in Altchemnitz in Betrieb genommen ein Erweiterungsbau folgt 1938 auf der Wilhelm Raabe Straße (Werk 2). Produziert werden neue Buchungsmaschinen verschiedener Klassen.. Gefertigt werden neben Addiermaschinen, Buchungsmaschinen und Addier-und Subtrahiermaschinen mit elektrischen Antrieb. 

Während des Zweiten Weltkrieges wurde dieProduktion vonBüromaschinen immer weiter reduziert. 1944 betrug der Anteil der Rüstungsgüterüber 80% der Gesamtproduktion. Zwangsarbeiter und sowjetische Kriegsgefangenemussten dafür unter schwierigsten Bedingungen arbeiten. Zwischen Oktober 1944und  April 1945 befand sich im Betriebsteil Altchemnitzer Straße der Astrawerke, ein Außenlager des KZ Flossenbürg, in dem 510 Frauen und Mädchen,vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Italien Zwangsarbeit leisten mussten. Auch litten sie unter den Schikanen des Wachpersonals, Unterernährung und mangelhafter Unterbringung. Die Astrawerke wurden bei Luftangriffen teilweise zerstört.

Nach dem zweiten Weltkrieg werden die Astrawerke Chemnitz in Volkseigentum überführt. 1953 erfolgt die Zusammenlegung der Astra-Werke mit den Wanderer-Werken, es startet die Serienfertigung der Saldiermaschine Klasse 110. Ein Jahr später trennen sich beide Betriebe wieder, Aus Astrawerke wird das VEB Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt. Die Königin der Buchungsmaschine (Klasse 170) geht 1955 in Serie. 
         


Zeitgeschehen

Der VEB Robotron Buchungsmaschinenwerk wird zur Ro...

Der VEB Robotron Buchungsmaschinenwerk wird zur Robotron Ascota AG Chemnitz, Produktion der Personalcomputer PC 200 und PC 300 mit 16 Bits Mikroprozessor (Baugruppenimport aus Taiwan)

Gründung der Astrawerke A.G. Chemnitz

1921 gründete John Greve mit finanzieller Unterstützung des Bankiers Wilhelm Nicolaus Dannhof die Astrawerke AG und begann mit der Produktion der Addiermaschine Modell A.